10 Hausmittel für eine leichte Geburt! Du kannst direkt heute anfangen!

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10 Hausmittel für eine leichtere Geburt! Du kannst sofort damit anfangen!

Möchtest Du eine möglichst schnelle, reibungslose und schmerzfreie Geburt? Ich meine: Wer nicht, oder?!

Wer mich bereits kennt der weiß, dass ich, was das Thema Geburt anging doch recht sorgenvoll war und ich mir nichts sehnlicher als eine schnelle und schmerzfreie Geburt gewünscht habe. Darum habe ich versucht ALLES was ich in die Hand nehmen kann auch zu tun. „Besser haben als brauchen“, sag ich immer. 😉

Ich verrate Dir, was Du alles tun kannst, um Deinen Körper auf den Geburtsprozess vorzubereiten. Aber, natürlich gibt es keine Garantie, dass Deine Geburt zur Wunschgeburt wird. Jede Geburt ist anders, jede Frau ist anders und auch jedes Baby. Aber die folgenden Hausmittel wurden mir von Hebammen und Ärzten empfohlen, und einige werden sogar von der Krankenkasse übernommen, na wenn das nicht Beweis genug ist. 😉

Also los geht’s!

Tipps und Tricks für eine schnelle und schmerzfreie Geburt

Bitte achte bei den Tipps darauf ab welcher SSW man sie beginnen sollte. Mit einigen Sachen kannst Du sofort starten, bei anderen solltest Du auf die 37. SSW warten. Das liegt daran, dass manche Methoden möglicherweise wehenfördernd sein können, wie gefühlt alles in den letzten drei Wochen vor dem ET. 🙂

Du kannst so viele dieser Tipps durchführen wie Du möchtest oder Dich auf einen einzigen konzentrieren, du entscheidest selbst.

Wenn Du Dich mit dem Thema Geburt auseinandersetzt und achtsam mit Dir umgehst, ist das eh schon die halbe Miete. 🙂

Himbeerblättertee

Der Klassiker unter den Hausmitteln! Die Verzehr-Empfehlungen sind, je nachdem wen man fragt und welche Verpackung man liest, leicht unterschiedlich. Aber im Grunde beginnt man ab der 34. SSW und trinkt jeden Tag ca. eine Tasse. Manchmal wird es empfohlen in der 37. SSW eine Woche Pause von dem Tee zu machen, damit der Körper nicht überstimuliert wird – klingt ganz logisch, finde ich. 🙂

Der Tee bereitet den Beckenboden und die Muskeln auf die Geburt vor, damit es am Tag der Entbindung schneller und einfacher von statten geht.

Hier bekommst Du den Tee oder in der Apotheke.

Sprich über die Dosierung am besten mit Deiner Hebamme, Arzt oder Apotheker. 😀 Aber wirklich: gute Apotheker können Dir hier weiterhelfen, wenn Du nicht auf einen Termin bei Deiner Hebamme oder Arzt warten möchtest.

Leinensamen

Auch sehr beliebt sind die Leinensamen. Ebenfalls ab der 34. SSW kannst Du beginnen einen Esslöffel täglich zu Dir zunehmen. Wenn Du magst pur und wem das zu trocken ist: einfach ein frisches Stück Obst und ins Müsli oder den Joghurt rein. Die Leinensamen sollen die Schleimhäute flutschiger machen und helfen, dass das Kind leichter durch den Geburtskanal rutscht. Leinensamen bekommst Du im Supermarkt, Drogeriemarkt oder hier.

Akupunktur

Die Schwangerschaftsakupunktur ist eine der Maßnahmen, von der sogar die Krankenkasse überzeugt ist und hier einige der Kosten übernimmt. Je nach Krankenkasse wird ein Teil oder sogar die ganze Behandlung übernommen.

Zum Ende der Schwangerschaft ab der 36. SSW wird einmal die Woche gepiekst. Meine Hebamme hat mir erklärt, dass durch die Akupunktur die Geburt 2 Stunden schneller gehen soll. Ja Mensch, die 2 Stunden würde ich auch lieber darein investieren, mein neugeborenes Baby zu kuscheln. 🙂

Man kann sich sogar unter der Geburt akupunktieren lassen, damit der Wehenschmerz gelindert wird. Das ist leider nicht überall möglich, wenn das für Dich in Frage kommt, würde ich das beim Anmeldegespräch erfragen oder/und in den Geburtsplan schreiben.

Man kann auch andere Schwangerschaftsbeschwerden akupunktieren – Wassereinlagen, Nervosität, Schlafprobleme oder Rückenschmerzen, eigentlich fast alles. Und viele Hebammen können die Nadeln sogar selbst setzen.

Um den ET herum wird dann auch oft der kleine Zeh mit akupunktiert, da er wehenfördernd ist. Ich möchte nichts vorwegnehmen, aber dieser Punkt ist besonders – lass mich wissen, wenn Du hier Erfahrung gemacht hast. 😀

Hier findest Du den richtigen Akupunkteur für Dich.

Dampfsitzbad

So nun zu etwas mehr Action. 🙂 Das Dampfbad soll dazu dienen Dich „unten rum“ auf die Dehnung bei der Geburt vorzubereiten. Das Gewebe wird gelockert, entspannt und geschmeidig. Und Du kannst Dich in der Zeit ein bisschen entspannen oder ein Buch lesen. 🙂

Falls Du Dich schon mal auf die Zeit mit Eurem Schatz vorbereiten möchtest, empfehle ich Dir dieses Buch. Da findest Du Antworten auf sämtliche Fragen!

Aber zurück zum Dampfsitzbad. Dafür benötigst Du Heublumen, wenn Du sie im Laden nicht findest (habe ich noch nirgends gesehen), dann bekommst Du sie bei Deiner Hebamme oder direkt nach Hause hier.

Die Heublumen werden mit kochend heißem Wasser übergossen und sind dann „servierbereit“. Bezüglich des Verhältnisses von getrockneten Heublumen und Wasser, schau am besten auf die Verpackung. Ab der 38. SSW kann die Bedampfung ca. alle 3 Tage stattfinden, aber schau auch hier nochmal auf die Packungsbeilage.

Jetzt kommt der akrobatische Teil: Wie bedampft man sich „da unten“?!

Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Du gießt das Ganze in eine Schüssel und hockst Dich darüber. Finde ich persönlich nicht gut, da es weder entspannt ist noch ganz ungefährlich.
  • Du nimmst eine große, feste Mülltüte, hebst den Klodeckel und spannst die Tüte in die Toilette, sodass Du das heiße Heublumengemisch nun darein kippen kannst, ohne dass es direkt die Toilette runterspült. Dann Klodeckel wieder runter und raufsetzen. Zum Entsorgen einfach ein Loch in die Tüte und ab in die Toilette. Mit ein bisschen Übung vermutlich möglich aber ein kleiner Punktabzug für die Nachhaltigkeit. 🙂
  • Wenn Du eine „Etagen-Toilette“ hast – haha keine Ahnung wie man das korrekt nennt – dann kannst Du die Schüssel auch in die Toilette stellen.
  • Oder der Weg, für den ich mich entschieden habe, weil ich ihn am unkompliziertesten fand, ist mit einem Bidget Becken. Nun sind wir vermutlich in einem Alter, wo man das vielleicht noch nicht kennt 😉 Aber das hat super geklappt! Einfach das Becken einhängen, das heiße Gemisch reingießen, Deckel runter und wieder raufsetzen.

Achte bitte beim Raufsetzen unbedingt, dass es nicht zu heiß ist. Auch wenn es mit den Händen kühl genug erscheint, „da unten“ ist man doch etwas empfindlicher, als es die Hände sind. Also ganz langsam machen. 🙂

Das Dampfbad ist auch eine super Vorbereitung für den nächsten Punkt…

Dammmassage

Das ist nahezu der einzige Punkt, den ich nicht selbst ausprobiert habe. Sie wird aber von Hebammen und Ärzten empfohlen. Meine Hebamme sagt, dass es wohl keine erwiesene Wirkung auf die Geburt gibt, aber, seinen Damm etwas besser kennenzulernen ist immer eine gute Sache. 🙂

Durch die Dammmassage wird der Damm und damit verbunden der „Ausgang“ entspannt, gelockert und gut durchblutet. Das soll dabei helfen das Risiko eines Dammrisses oder -schnittes zu reduzieren.

Die Dammmassage sollte ab 6 Wochen vor dem ET also ab der 34. SSW begonnen werden und dann sehr regelmäßig (nur dann wirkt sie, wenn überhaupt!) durchgeführt werden. Das heißt, um eine Wirkung erzielen zu wollen, musst Du die Massage nahezu täglich machen oder es war „vergebens“. Wobei eine kleine Massage sicherlich auch andere schöne Aspekte hat. Man kann auch seinen Partner bitten, das zu tun. 🙂

Nachdem Du Deine Hände gewaschen und Dich in eine angenehme Position begeben hast, nimmst Du Dein Öl, das für den Intimbereich geeignet ist, wie das hier zum Beispiel und legst los. Hier findest Du eine genaue Anleitung, was zu tun ist zum Nachlesen. Oder hier von einer Hebamme erklärt:

Bei Pilzen, Entzündungen oder Ähnlichem solltest Du zunächst mit Deinem Frauenarzt oder Deiner Hebamme sprechen!

Datteln

Wir haben im Geburtsvorbereitungskurs gelernt, dass eines der gängigsten Hausmittel zur Geburtsvorbereitung in den wärmeren Gefilden die Dattel ist. Ab der 34. SSW sollen jeden Tag 6 Datteln gegessen werden, das soll die Geburt erleichtern.

Das ist auch schon alles was ich dazu weiß. Ich persönlich mag Datteln sehr gern, darum habe ich dieses Hausmittel gern angewendet, denn schaden tut es nicht.

Auch wenn 6 Datteln nicht viel klingt, wenn man nicht einen richtig Heaper hat, dann sind sie manchmal schwer unterzukriegen. Hier ein paar Verzehr-Ideen:

Wenn bisher nichts dabei war, dann findest Du hier 47 weitere Rezepte mit Datteln. 🙂

Aber immer darauf achten, dass Dein Rezept schwangerschaft-tauglich ist!

Wie isst Du Deine Datteln am Liebsten?

Beckenboden

So, nun zu einem Punkt, mit dem Du direkt starten kannst: Sport!

Es kommt wohl noch hin und wieder vor, dass altmodische Hebammen sagen, dass je weniger sportlich der Beckenboden ist, desto besser flutscht es. Meine Hebamme hat mir jedoch versichert, dass dies längst überholt ist und sogar das Gegenteil der Fall ist. Das heißt je besser Deine körperliche Konstitution, desto mehr Ausdauer und Kraft hast Du bei der Geburt. Dein Körper kann dann besser mitarbeiten und die Geburt somit unterstützen.

Natürlich solltest Du darauf achten welcher Sport in der Schwangerschaft für Dich geeignet ist. Von Bungee Jumping, Ski fahren und Reiten wird eher abgeraten. Aber so lange es Dir gut geht und nichts zu sehr ziept und zwickt ist gegen Tanzen und andere schöne Sportarten nichts einzuwenden. Es gibt sogar Kurse, die direkt darauf ausgelegt sind den Beckenboden und Rücken zu stärken. Hehe, ein starker Rücken für das viele Tragen und Stillen, wenn der kleine Engel da ist, ist auch sehr dankbar. 😉

Hier in Hamburg gibt es beispielsweise SportSpaß, wo man für knappe 10 EUR im Monat sämtliche Kurse besuchen kann und unteranderem auch Schwangerensport und Schwangeren-Yoga. Ihr merkt ich bin ein großer Fan, den auch mit dem kleinen Schatz kann man da Krabbelgruppen besuchen und Mama-Fitness machen, I love it!

Wer nun nicht in Hamburg wohnt oder nicht zu SportSpaß möchte, der kann in seiner Nähe nach Schwangeren-Yoga oder Sport schauen. Und im Notfall muss das Wohnzimmer her und ein Video an. 🙂

Hier ein paar gute Videos dazu:

Und ich empfehle Euch für die Schwangerschaft zwei sehr nützliche Utensilien: ein Pezziball und ein Yogakissen!

Die genannten Workouts benötigen zwar keine Utensilien, aber es gibt auch echt schöne Workouts mit dem Pezziball.

Außerdem könnt ihr so, sogar einfach beim Sitzen Euren Beckenboden und unteren Rücken trainieren. Und mit wachsendem Bauch, ist ein Yoga Kissen echt bequem. 🙂

PS: Achte beim Kauf des Gymnastikballs darauf, dass Du ihn in der richtigen Größe kaufst, je nachdem wie groß Du bist. Du solltest beide Füße bequem auf den Boden aufstellen können, und Deine Knie dabei in einem rechten Winkel haben.

Zucker

Ich weiß, ich weiß… Du musst jetzt stark sein. Das zugesetzter Zucker ungesund und giftig etc. ist, das ist heutzutage ja in aller Munde (oder eben nicht mehr ;-)). Ob Du also generell auf künstlichen Zucker verzichten möchtest ist eine fundierte Überlegung wert, aber ein anderes Kapitel. 🙂

Falls Dich das Thema generell interessiert, dann kann ich Dir ein Buch empfehlen, dass mir die Augen geöffnet hat. Manchmal kommt zum richtigen Zeitpunkt, der richtige Impuls und dann macht es einfach „Klick“. Für mich war es das Buch von Anastasia.

Was Dir allerdings für die Geburt helfen kann ist, 6 Wochen vor dem ET tatsächlich auf Zucker zu verzichten. Auf diesem Informationsblatt wurde es schön zusammengefasst:

„Ernährung spielt für den Beginn der Geburt eine wichtige Rolle. Wir wissen heute, dass Einfachzucker (z.B. Süßigkeiten, Limo, Fruchtsäfte), aber auch Weißmehlprodukte den Blutzuckerspiegel deutlich erhöhen. Dies hat für eine Schwangere unter Umständen nachteilige Auswirkung bezüglich des Geburtsbeginns und des Schmerzempfindens. Hohe Blutzucker-Spiegel hemmen Prostaglandine (Gewebshormone), die sich positiv auf die Geburt auswirken. Sie machen den Gebärmutterhals / Muttermund weicher und sind für die Entstehung der Geburtswehen wichtig. Indem Sie ihre Ess-/Trinkgewohnheiten spätestens ab der 37 SSW. diesbezüglich überprüfen und regulieren, können Sie selbst schon früh Einfluss auf ihre Geburtssituation nehmen. Bleiben Sie weiterhin in Bewegung, denn auch Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel.“

Vinzenz-Pallotti-Hospital Bensberg

In den Informationen vom Vinzenz-Pallotti-Hospital Bensberg steht zwar, dass man 3 Wochen vor dem ET auf zugesetzten Zucker und Weißmehl verzichten sollte, noch öfter habe ich allerdings 6 Wochen gelesen. Ich würde lieber auf Nummer sicher gehen. 😉

Und mein Reden: „Bleiben Sie weiterhin in Bewegung“. 🙂

Homöopathie

Der Vollständigkeitshalber möchte ich aufführen, dass Du Dich und Deinen Körper mit Homöopathischen Mitteln ebenfalls vorbereiten kannst. Dazu solltest Du natürlich mit dem Heilpraktiker Deines Vertrauens sprechen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Bewegung und Ernährung ausreicht aber ich kenne mich in diesem Fachgebiet auch nicht so gut aus.

Hier findest Du einen Heilpraktiker oder ein bestimmtes Verfahren.

Osteopathie

Osteopathie, auch gerade recht groß im Trend. Ob in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder danach, Osteopathie kann bei nahezu allem helfen.

Was ist Osteopathie?

„Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funk­tions­störungen. Dazu nutzt sie eigene Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Die Osteopathie nimmt jeden Patienten als Individuum wahr und behandelt ihn in seiner Gesamtheit. Sie ist deshalb eine ganzheitliche Form der Medizin.“

www.osteopathie.de

Hier findest Du einen Osteopathen.

Der Verband der Osteopathie erklärt, wie die sanften Heilmethoden in der Schwangerschaft helfen und die Geburt vereinfachen können:

„Eine Schwangerschaft bringt zahlreiche Veränderungen mit sich. Nicht nur der Körper der Mutter unterliegt einer Vielzahl von körperlichen strukturellen und hormonellen Veränderungen, auch die seelischemotionale Befindlichkeit verändert sich immer wieder. Osteopathen sind in der Lage, durch ihren ganzheitlichen sanften und respektvollen Ansatz zum gesteigerten Wohlbefinden der Schwangeren, zur Vorbereitung einer sanften, häufig kürzeren und komplikationsarmen Entbindung sowie zur Linderung von möglichen Beschwerden danach beizutragen.“

www.osteoptahie.de

Tatsächlich kann die Osteopathie sogar unter der Geburt angewendet werden, wenn das für Dich in Frage kommt, würde ich im Vorfeld mit Deinem Geburtsort darüber sprechen. Hier in Hamburg kooperiert eines der Geburtshäuser sogar mit Osteopathen. Ziemlich cool!

Selbst bei Neugeborenen kann bereits Osteopathie angewendet werden und soll bei zahlreichen Beschwerden helfen. Ob Koliken, Reflux oder nach einer Zangen/ Glockengeburt, wenn Du nicht weiter weißt, dann könnte der Osteopath eine gute Anlaufstelle sein!

Sooo viele Möglichkeiten und Hausmittel!

Na, bist Du überrascht, dass Du so viel in der Hand hast? Alles davon umzusetzen könnte Dich bestimmt Vollzeit auslasten. 😉

Also mach Dich nicht verrückt – nimm Dir die Sachen, die sich für Dich richtig anfühlen und wo Du glaubst, dass sie Dir bei der Geburtsvorbereitung helfen könnten.

Außer Sport, zu dem würde ich Dir, wenn es Deine Situation erlaubt wirklich ganz fest raten. Und wenn es ruhiges Yoga ist, hauptsache Du bist in Bewegung und hast Deine Zeit für Dich und Dein Baby. Außerdem lernt man dabei oft nette andere Mamas-to-be kennen. Probier es aus!

Nun bin ich wirklich gespannt, wie Du Dich auf die Geburt vorbereitet hast?! Und denkst Du, dass es etwas gebracht hat?

Deine Maisie

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