9 Erkenntnisse – Die Dir die Angst vor der Geburt nehmen!

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My Maisie 9 Erkenntnisse - Die Dir die Angst vor der Geburt nehmen!

Wer mich schon etwas länger kennt weiß, dass das Thema Geburt für mich schon VOR der Schwangerschaft ein echtes Thema war! Wie oft habe ich die Amerikaner um ihre Leihmütter beneidet! 😏

Puh, bin ich froh einen anderen Weg als den mit einer Leihmutter gegangen zu sein und weder die Schwangerschaft noch die Geburt verpasst zu haben!

Ich hatte bei dem Thema „Geburt“ GANZ klar eine Frau mit schmerzverzehrtem Gesicht, die ein überdimensional großes Kind gebärt, vor Augen. 🙈

Im Nachhinein wünschte ich mir, dass ich weniger Angst im Vorfeld gehabt hätte. Denn auf meinem Weg habe ich folgende Sachen gelernt, die mir die Angst vor der Geburt meines Kindes genommen haben.

Disclaimer: Ja ich weiß, jede Geburt ist anders und es gibt einfach nichts, das es nicht gibt. Aber meine Erfahrungen, die Erlebnisse kumuliert aus meinem Umfeld und was die Theorie dazu sagt ist Folgendes:

#1 Keine Angst während der Schwangerschaft – Hormone sind die Besten!

Falls Du Dir im Vorfeld zur Schwangerschaft bereits viele Gedanken machst, das Gute ist: In der Schwangerschaft kommen die Hormone ins Spiel und soooo viele andere aufregende Sachen, die Angst schwindet da bereits! Tiptop oder nicht?! 🥳

#2 Gute Vorbereitung

Für mich war Wissen Macht! Mir hat es extrem geholfen die Abläufe zu kennen, zu wissen was ist „normal“ und was nicht. Wir sind im Geburtsvorbereitungskurs auch die Interventionen unter der Geburt durchgegangen – ich weiß, das ist das letzte worüber man nachdenken möchte, wenn man mit Kugelbauch dasitzt, aber, ich fand es super hilfreich.

Denn, wenn es unter der Geburt dazu kommt, dann muss man sich kognitiv nicht mehr viel damit beschäftigen. Man weiß, was es bedeutet, was auf einen zukommt und ob man das möchte oder nicht. Außerdem kann man so selbstbestimmt bleiben, weil man tatsächlich Entscheidungen treffen kann, anstatt, dass „etwas mit einem gemacht wird“.

Als meine kleine Tochter geboren wurde, waren wir tatsächlich an einem Punkt unter der Geburt, wo wir eine kleine Intervention machen musste und da gab es dann zwei Optionen. Ich habe stur gesagt, dass ich keine davon möchte, weil ich das so schaffe. 3 Stunden später hatte sich nichts geändert und ich durfte nochmal entscheiden. 😄

Aber es tut gut selbst entscheiden zu können!

#3 Gute Vorbereitung für den Partner

Auch sehr wichtig ist nicht nur, dass Du gut vorbereitet bist, sondern, dass auch Dein Partner es ist!

Die meisten Geschichten in meinem Umfeld, wo der Partner bei der Geburt dabei war und noch heute von traumatischen Erlebnissen erzählt ist, wenn sie nicht gut vorbereitet waren.  Wenn sich die Szenerie im Kreissaal vielleicht ändert und sie nicht wissen, ob „noch alles gut ist“ oder was welche Intervention bedeutet.

Zum Beispiel kann es sein, dass wenn das Kind ganz kurz vorm „Schlüpfen“ ist, dass die Herztöne schlechter gemessen werden können. Der Vater bekommt dann vielleicht nur mit, dass die Herztöne „weg“ sind und gerät – verständlicherweise – in Stress.

Oder ein anderes Beispiel: Es gibt die Übergangsphase – wenn die Presswehen anfangen – das ist der Moment, in dem viele Frauen zu starken Kraftausdrücken greifen und erklären, dass sie nun genug haben und nach Hause gehen. Wenn man weiß, dass sich diese Phase oft so kennzeichnet, dann kann man sich als Papa freuen, denn bald ist das Kind da! 🤗 Den Rest einfach tapfer ertragen. 😜

Falls Du Dich übrigens fragst, wie Dein Mann oder Geburtspartner während der Geburt noch helfen kann, dann lies hier 16 Aufgaben, die er erfüllen kann.

Und dann noch ein unterstützendes T-Shirt an und ihr seid gewappnet! ❤️

my maisie Short Mann Geburt Einatmen Ausatmen

#4 Dammschnitt – der große Horror 😱🙈

Der liebe Dammschnitt… vielleicht geht es Dir wie mir damals und meine größte Sorge war, dass ein Dammschnitt gemacht werden muss. Und scheinbar geht es vielen Frauen so, denn auf jedem Info Abend in den Krankenhäusern, war immer jemand, der nach der Dammschnittrate gefragt hat. 😉

Ich könnte Dir jetzt sagen, dass, wenn überhaupt einer notwendig ist, Du den eh nicht spürst, aber ich vermute mal, dass hast Du schon 100 Mal gehört und Du bist noch nicht überzeugt.

Ok, vielleicht hilft das:

  1. Die Dammschnittrate ist massiv runter gegangen! ✌🏻
  2. Anstatt zu schneiden lässt man heutzutage lieber reißen. 🤨

What?! Vermutlich denkst Du jetzt: „Und WIE bitte ist das BESSER?!“.

Wenn es reißt, dann passiert das an der schwächsten Stelle im Gewebe und da, wo keine Adern, Nerven etc. sind, der Körper ist da ganz clever.

Und, wenn es reißt heilt es auch besser und muss teilweise nicht mal genäht werden, yesss.

Und nun das Beste: Wenn es reißt, dann weil die Haut dort unter extremer Spannung ist und dann, so hat es meine Hebamme erklärt, weichen die Nerven aus der Hautpartie zurück und Du kannst es nicht spüren! Geht quasi gar nicht, cool oder?! 😎

Wenn Du an Geburt denkst, was für ein Bild hast Du dann vor Augen?

#5 Wehen bauen sich auf

Vielleicht hast Du bei dem Gedanken an Wehen und Geburt ein Bild im Kopf von schmerzverzerrten Frauen?

Auch wenn der Trend dahin geht es nicht mehr „Schmerzen“ zu nennen, sondern „Geburtsempfindung“ – denn nicht jede Frau empfindet es als Schmerzen – so kann es ja doch sein, dass die Wehen „ungemütlich“ sind. Aber, das finde ich persönlich wichtig, es ist – laut Bilderbuch und meiner Erfahrung – nicht so, dass Du plötzlich an der Kasse stehst und Dir ein Blitz in den Bauch einschlägt und dann geht es los. Die aller ersten Wehen in der Latenzphase sind ganz zart. Quasi wie, wenn man seine Tage bekommt. Und von da an steigern sie sich ganz langsam. Dein Körper möchte sich auch nicht schaden und bereitet Dich und sich auf die Geburt vor. Klar, irgendwann können Wehen auch weh tun (jetzt hab ich es doch gesagt 🤪), aber dann bist Du bereits warm gelaufen, hast schon zig Sachen ausprobiert und weißt was hilft, die wuppst Du dann. Und das Beste: Nach wenigen Sekunden ist es (erstmal) vorbei und für wenige Sekunden hält man eine Menge aus. 🙂

#6 Du kannst was gegen Schmerzen tun!

Ebenfalls eine sehr wichtige Erkenntnis für mich war die, dass ich den Geburtsempfindungen nicht ausgeliefert bin! Es gibt so viel, was Du tun kannst, um die Empfindung gut zu ertragen. Manche sind so gut darin, dass sie die Geburt lediglich als Druck empfinden, nicht als Schmerz. Und ganz ehrlich, ich glaub ihnen!

Folgende Sachen reduzieren Wehenschmerzen:

  • Angefangen bei Deiner Mentalen Einstellung
  • Die Wahl des Geburtsortes
  • Atmen- Entspannungs- und Bewusstseinsübungen (bis hier hin hast Du schon mehr als die halbe Miete!)
  • Deine körperliche Konstitution
  • Massagetechniken, die Dein Partner, eine Doula oder Hebamme anwenden kann
  • Akupunktur unter der Geburt
  • Ruhe
  • Geburtspositionen
  • Wasser
  • Und vieles vieles mehr!
  • Und dann, wenn das nicht genug hilft, dann kommt ja erst die Palette an Schmerzmitteln von Lachgas bis hin zur PDA

Hier ist es allerdings sehr individuell was Dir am besten hilft, daher empfehle ich Dir im Vorfeld einige Sachen in Deinen Mentalen-Koffer zu packen, um dann auszuprobieren, bis du etwas findest, dass Dich in den Flow bringt.

#7 Halt Dich von traumatischen Geschichten anderer fern

Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan… Aber, falls Du jemanden oder gar mehrere in Deinem Umfeld hast, die selbst vielleicht ein traumatisches Geburtserlebnis hatten, und dies nun bei Deiner Schwangerschaft anfangen aufzuarbeiten, dann ist das Dir gegenüber unfair und kann Dich belasten. Du hast dann (mindestens) zwei Möglichkeiten damit umzugehen:

  1. Halte Dich fern – nicht immer möglich aber entweder Du sagst (immer wieder) deutlich, dass Dir diese Geschichten Angst machen und sie nicht helfen. Oder
  2. Du musst versuchen Dich innerlich von den Erlebnissen der anderen Person zu distanzieren.

Es kann jedoch durchaus interessant sein zu hören, was andere Dir vielleicht an Tipps mit auf den Weg geben können. Ich würde jedoch nur Personen fragen, zu denen Du einen guten Draht hast oder mit deinen Du Weltanschaulich auf einer Welle schwimmst.

#8 Dein Körper ist eine Wunder-Maschine!

Ich muss gestehen ich konnte diese gut gemeinten Sätze wie “Der weibliche Körper ist dafür gemacht”, “das haben schon Zillionen Frauen vor Dir geschafft” oder “es wird schon rauskommen” nicht mehr hören… Aber, eine Sache habe ich dabei tatsächlich gelernt:

Dein Körper und Dein Baby können das!

Die beiden haben ein beeindruckendes Zusammenspiel und Du bist, als Frau, dafür gemacht! Kinder zu gebären kann Dein Körper aus dem Effeff! Man müsste ihn eigentlich nur machen lassen…

Du wirst Deinen Körper ganz neu kennenlernen und noch so oft staunen, was der alles kann! Glaub an Dich und vertraue Deinem Körper, denn: DER KANN DAS!

Und Dein Körper möchte nur das Beste für Dich und sich, er wird sich nicht mutwillig schaden wollen. Einer meiner Affirmationen zur Geburt war: “Mein Körper wird mich nur so viel Schmerz empfinden lassen, wie ich aushalten kann”. Und das tut er!

Als ich an einem Punkt in der Geburt war wo ich dachte: “so, reicht jetzt ich mag nicht mehr” da sind die Wehen tatsächlich zurück gegangen. Das hat dem Krankenhaus leider so gar nicht in den Zeitplan gepasst und ganz ehrlich, ich wollte auch lieber fertig sein, aber mein Körper hätte mir eine Pause gegeben. #FrauenPower

#9 It’s all worth it ❤️

ich weiß, ich weiß – einer dieser Sätze, die man öfters hört: “Dafür hast Du danach Dein Baby im Arm und alles ist vergessen”. Hilft einem recht wenig, wenn man das Baby ja noch nicht im Arm halten kann und die Geburt noch vor einem liegt…

Aber, ich verspreche Dir: Es ist nahezu alles wert!

Eine weitere meiner Geburtsaffirmationen war: “Jede Wehe bringt mich meinem Baby näher”. Und was soll ich sagen: hätte ihr vorher gewusst wie unendlich süß die kleine Maus ist, ich hätte noch viele mehr in Kauf genommen. ❤️

Und war Deine große Sorge zum Thema Geburt mit dabei? Wenn nicht: Wovor hast Du am meisten Angst, wenn Du an Geburt denkst?

Ich hoffe Dir ein paar Sorgen nehmen zu können, damit Du Dich voller Vorfreude in das neue Abenteuer stürzen kannst!

Falls Du jemanden kennst oder eine Freundin hast, der dieser Artikel weiterhelfen kann, dann teile ihn gern mit ihr.

Alles Liebe, Deine Maisie 💕

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