
Selbstsabotage im Mama-Business: 7 Glaubenssätze, die Dich ausbremsen
Selbstsabotage im Mama-Business sieht leider selten so dramatisch aus, dass sie Dir morgens mit Umhang und Nebelmaschine entgegenkommt. Viel öfter wirkt sie vernünftig. Fast sogar fleißig. Du planst noch ein bisschen. Überarbeitest noch einmal etwas. Gehst lieber noch nicht raus damit. Beobachtest erst noch. Verbessert wird schließlich immer. Klar.
Und genau deshalb ist Selbstsabotage so tückisch. Von außen sieht sie oft nach Sorgfalt aus. Von innen kostet sie Dich Fokus, Energie und manchmal Monate. Und sie zeigt sich eben nicht nur in Fleiß. Manchmal klingt sie eher wie: Ich kann das nicht. Ich schmeiß das hin. Vor allem dann, wenn etwas nicht klappt, Zahlen still bleiben oder schlechte Bewertungen eintrudeln.
Wichtig: Wenn Du Dich hier wiedererkennst, heißt das nicht, dass Du das Problem bist. Es heißt nur, dass alte Schutzmechanismen in einem neuen Spielfeld mitreden.
Inhaltsverzeichnis
- Wie Selbstsabotage im Mama-Business aussieht
- 7 Glaubenssätze, die Dich ausbremsen
- Was stattdessen hilft
- Warum ich dazu in meinem Buch so viel schreibe
- Mein Fazit
Wie Selbstsabotage im Mama-Business aussieht
Oft nicht wie Stillstand, sondern wie unruhige Bewegung. Du tust dauernd etwas, fühlst Dich aber trotzdem nicht klarer. Du liest, speicherst, vergleichst, überdenkst und korrigierst. Und am Ende des Tages ist der Browser voller Tabs, der Kopf voller Geräusche und das Business trotzdem keinen echten Schritt weiter.
Oder es läuft andersherum: Du willst etwas anfangen, aber innerlich redet schon die ganze Zeit jemand dazwischen. Zu riskant. Zu spät. Zu peinlich. Zu anstrengend. Sobald es holprig wird, ist sofort wieder diese Stimme da, die alles infrage stellt. Auch das ist Selbstsabotage. Nur eben in Jogginghose statt in To-do-Listen-Optik.
Wenn Dich dieses Gefühl begleitet, dann lies auch Mental Load und Selbstständigkeit. Die beiden Themen hängen sehr eng zusammen.
7 Glaubenssätze, die Dich ausbremsen
- 1. Bei mir klappt das eh nicht. Oder etwas freundlicher formuliert: Ich kann das nicht, ich schmeiß hin. Der Klassiker. Sehr demotivierend, sehr klebrig, sehr unhilfreich.
- 2. Andere können das einfach besser. Vergleich ist wirklich ein kreativer kleiner Energieräuber.
- 3. Für viel Geld muss man auch hart arbeiten. Gern in Kombination mit dem charmanten alten Bekannten: selbst und ständig. Das führt oft dazu, dass Du leichte, kluge oder asynchrone Wege gar nicht mehr ernst nimmst.
- 4. Ich muss erst perfekt sein. Nein. Du musst eher sichtbar genug sein, um echtes Feedback zu bekommen.
- 5. Ich muss zu allem Ja sagen, um nichts zu verpassen. Sonst geht mir die Chance durch die Lappen, sonst ist die Kundin weg, sonst ist das Business gleich wieder beleidigt. Spoiler: Nein.
- 6. Wenn ich nicht schnell genug bin, verliere ich mein Business. Das erzeugt Druck, aber selten gute Entscheidungen.
- 7. Wenn etwas nicht sofort läuft oder eine schlechte Bewertung kommt, war es wohl Mist. Etsy und Business generell sind leider nicht die Plattformen für Sofortbeweise.
Was all diese Sätze gemeinsam haben: Sie klingen erstmal nur nach Gedanken. In Wahrheit beeinflussen sie Entscheidungen. Und Entscheidungen beeinflussen sehr konkret, was Du anbietest, wie lange Du dranbleibst und ob Du Daten überhaupt noch neutral lesen kannst.
Was stattdessen hilft
- Diese Gedanken überhaupt erst einmal wahrnehmen.
- Zwischen Gefühl und Fakt unterscheiden.
- Den nächsten Schritt kleiner machen.
- Dir nicht jeden inneren Satz sofort glauben.
- Dich fragen: Was davon ist belegt und was davon ist nur alte Geschichte?
Erst wenn Du diese Gedanken als das erkennst, was sie sind, kannst Du anfangen, Dich von ihnen zu distanzieren und sie loszulassen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Wichtig ist vor allem: Du musst sie nicht einfach nur besser übertönen. Du musst sie nach und nach auflösen. Wenn Dich das interessiert, kann ich dazu auch gern mal noch ausführlicher etwas schreiben.
Und jetzt mal ehrlich: Du musst Dich nicht anschnauzen, um weiterzukommen. Häufig hilft ein ruhigerer Blick sehr viel mehr. Weniger innerer Krisenstab. Mehr nüchterne Beobachtung.
Wenn Du gerade an diesem Punkt festhängst, lies danach auch Warum Du Dich selbstständig machen willst und trotzdem nicht ins Tun kommst. Das passt sehr gut zusammen.
Warum ich dazu in meinem Buch so viel schreibe
Weil ich glaube, dass Business fast nie nur an Technik oder Wissen scheitert. Natürlich spielen Angebot, Nachfrage und Sichtbarkeit eine Rolle. Aber die Art, wie Du Deine Zahlen liest, wie Du mit stillen Tagen umgehst und wie schnell Du Dich selbst kleinmachst, ist geschäftsrelevant. Sehr sogar.
In meinem Buch Warum dein Etsy-Shop nicht wächst spreche ich in Kapitel 9 genau darüber. Nicht, weil ich dieses Thema künstlich psychologisieren will. Sondern weil Selbstsabotage, Glaubenssätze und Nervensystem ganz reale Auswirkungen darauf haben, ob Du sichtbar wirst, dranbleibst und gute Entscheidungen triffst.
Mein Fazit
Selbstsabotage im Mama-Business ist nicht peinlich. Sie ist menschlich. Aber sie wird teuer, wenn Du sie nicht erkennst. Nicht immer finanziell sofort. Oft erst einmal in Energie, Mut und unnötiger Verwirrung.

