Braucht man wirklich einen Babysitter?
Gerade bei Kindern unter einem Jahr scheiden sich die Geister.
Wenn man wenig oder keinen Support aus der Familie bekommt, fühlt es sich manchmal so an, als ob man sich für sich oder sein Baby entscheiden muss.
Gönnt man sich die Hilfe beim Homeschooling, die Ruhe um Sachen zu erledigen oder durchzuatmen. Und so ein längst überfälliger Paar-Abend ist ja auch wichtig.
Alles sind wichtige Punkte!
Die gute Nachricht mit einem liebevollen Babysitter und einer guten Eingewöhnung, wird es Dir und Deinem Kind gut gehen. 🙂
Doch dafür musst Du den richtigen Babysitter erst einmal finden…
Denn wer möchte nicht, dass Mary Poppins herself auf Deinen kleinen Schatz Acht gibt?! 🙂
Worauf solltest Du bei einem Babysitter achten? Tipps & Tricks
Da kommt es natürlich darauf an, wie alt Dein Kind ist.
Suchst Du jemanden, der sich um ein Baby kümmern kann, dann sollten Deine Ansprüche andere sein, als bei jemanden, der sich um Dein 7-Jähriges Kind kümmert.
Ein paar Anhaltspunkte an denen Du ausmachen kannst, ob Dein Babysitter Mary-Poppins-Qualitäten hat 🙂
Zunächst einmal muss natürlich die Chemie stimmen. Wenn Du dem Babysitter nicht vertraust oder reserviert bist, dann kann es sein, dass sich das auf Dein Kind überträgt.
Ich persönlich tu mich nicht sehr leicht damit mein Kind an andere abzugeben – außer an die Familie.
Darum wären mir einiger dieser Punkte sehr wichtig:
- Ein Erste-Hilfe-Kurs – idealerweise an das Alter Deines Kindes angepasst. Das heißt für Säuglinge & Kleinkinder ein darauf spezialisierter Kurs, als nur der Erste-Hilfe-Kurs zum Führerschein 😉 Du könntest Dir auch überlegen, Dir selbst einen Online-Kurs zu holen und Deine Babysitter aufzufrischen. Klingt nerdy, aber ich frage meine Mutter, die viel auf meine Kinder aufpasst, immer mal ab à la: “Was tust Du, wenn sie sich verschluckt?” oder “Was würdest Du bei einer starken Verbrennung zuerst machen?” Ja, da ernte ich hin und wieder ein Augenrollen, aber… es geht hier um die Gesundheit meiner Kinder. Und hin und wieder ist auch mal was Neues dabei. Hier gibt es zum Beispiel einen Erste-Hilfe-Kurs für kleine Kinder (online oder Präsenz). Mit dem Code mymaisie10 gibt es 10% Rabatt!
- Erfahrungen (Praktikum, Kurs, …) – Als Nächstes würde ich schauen, ob die Person schon Erfahrungen hat mit dem Umgang von Kindern in dem Alter oder ob sie noch herangeführt werden muss.
- Versicherung – sollte unbedingt (!) vorliegen. In vielen privaten Haftpflichtversicherungen ist diese Tätigkeit ausgeschlossen oder muss hinzugefügt werden. Außerdem sollte der Babysitter durch eine Unfallversicherung geschützt sein
- Führerschein – Soll der Babysitter Dein Kind auch chauffieren? Abholen aus der KiTa oder Schule kann eine echte Unterstützung sein.
- Führungszeugnis – Das habe selbst ich noch nicht eingefordert. 😀 In einigen Babysitter Vermittlungen wird es jedoch abgefragt.
- Babysitter-Kurs – Es gibt sogar Babysitter-Kurse, die absolviert werden können. Bei sehr jungen / unerfahrenen Anwärtern könnte das vielleicht Sinn machen.
Babysitter finden online – Vergleich der gängigen Portale
Mittlerweile haben einige Plattformen sich darauf spezialisiert Suchende und Babysitter zusammenzubringen.
Nachfolgend findest Du einen Vergleich der 3 gängigsten Babysitter-Portale.
PS: Auf der Suche nach einem Babysitter Job? Du kannst Dich hier natürlich auch anmelden!
Preise habe ich wie immer nur als Indikation angegeben, da sie sich gern mal ändern oder Aktionen sind.
In diesem Fall vergleiche ich 1 Monat oder 30 Tage einmaliger Zugang.
Wie funktionieren Babysitter Portale? Und muss ich was bezahlen?
Alle diese Portale funktionieren so, dass Du Dich mit Deinen Daten anmeldest und daraufhin die verfügbaren Babysitter sehen kannst.
Kontakt aufnehmen kannst Du allerdings erst nach dem Kauf eines Zuganges. Da gibt es diverse Optionen und Preisstaffelungen. Aktuell liegen die Kosten bei 30 Tagen von 28 bis 35 EUR.
Hallo Babysitter
Kinderbetreuung Seit 1999
- Arten der Betreuung: Nanny, Tagesmütter, Leih-Oma & Opa, Babysitter
- Besonderheiten: Super Filtermöglichkeiten, Hilfreicher Blog, Babysitter mit Zertifikat
- Preis: $$
Meine Meinung
Der erste Eindruck ist sehr positiv. Übersichtlich und “attraktive” Treffer auf mein Gesuch. Leicht zu bedienen und es kann zwischen regelmäßigen Gesuchen und gelegentlichen unterschieden werden.
Bisschen merkwürdig finde ich, dass hier von “Babysitter mit Zertifikat” gesprochen wird, ich jedoch keine Infos finden konnte worum es sich dabei handelt.
Erste Kinderbetreuung
Das große portal
- Arten der Betreuung: Babysitter und Tagesmütter
- Besonderheiten: Viele Details zu den Babysittern
- Preis: $
Meine Meinung
Auf den ersten Blick ein bisschen undurchsichtiger aber mit ebenso vielen Filterkriterien. Leider muss man sich beim Auswählen der Betreuungszeiten recht festlegen.
Die Preise sind leider etwas versteckt, aber hier zu finden. Und auf den ersten Blick scheint es ganz unkompliziert einen Monats-Preis zu geben, doch achte bitte auf die Fußnote.
Betreut.de
Eine Plattform für alles
- Arten der Betreuung: Nanny, Tagesmütter, Leih-Oma & Opa, Babysitter und online Betreuung!
- Besonderheiten: Quiz, Swipen durch Vorschläge
- Preis: $$$ 👉🏻 mit Gutschein (fast immer verfügbar) $
Meine Meinung
Auf der sehr schönen und nutzerfreundlichen Seite findest Du Betreuung jeglicher Art! Ob für Deinen Hund, Baby oder Opa. 👨🏻🦳
Anhand eines Quiz kannst Du den maßgeschneiderten Babysitter finden und dann im Tinder-Style an- oder abwählen.
Schade ist nur, dass die Preise für die Kontaktaufnahme erst ganz zum Schluss einsehbar sind, das finde ich etwas cheesy.
Dafür haben sie einen Stundenlohnrechner anhand Deiner Postleitzahl und weiterer Faktoren! (0ben links im Menü)
Wo kannst Du noch Babysitter finden?
Alternativ kannst Du auch einen Aushang in Eurem Kindergarten oder KiTa machen.
Oder Du schaust bei Ebay Kleinanzeigen, dort gibt es immer mal Angebote.
Zu guter Letzt hast Du vielleicht jemanden im Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft?
Tipps für das erste Treffen
Das erste Treffen mit einem potenziellen Babysitter ist natürlich sehr wichtig – schließlich soll da jemand auf dein Kind alleine aufpassen!
Hier ein paar Tipps, damit das Kennenlernen entspannt läuft und du ein gutes Gefühl bekommst:
Locker bleiben
Niemand mag ein Vorstellungsgespräch mit Verhör-Stimmung. Am besten trefft ihr euch erst mal in einer entspannten Umgebung, zum Beispiel bei dir zu Hause oder auf einem Spielplatz. So kannst du direkt sehen, wie dein Kind auf den Babysitter reagiert und umgekehrt.Erst mal quatschen
Lass dir erzählen, welche Erfahrungen der Babysitter mitbringt, ob er oder sie schon mal mit Kindern in ähnlichem Alter gearbeitet hat und wie typische Betreuungsstunden ablaufen würden. Auch lustige oder herausfordernde Erlebnisse aus der Babysitter-Vergangenheit können spannende Einblicke geben!Dein Kind mit einbeziehen
Wenn dein Kind schon alt genug ist, lass es mitentscheiden. Beobachte, ob es sich wohlfühlt oder eher zurückhaltend ist. Natürlich ist Schüchternheit normal, aber wenn die Chemie von Anfang an gar nicht stimmt, ist das vielleicht nicht die richtige Person.Wichtige Fragen klären
- Was macht der Babysitter, wenn das Kind sich wehtut oder nicht schlafen will?
- Gibt es Erfahrung mit kleinen Notfällen oder schwierigen Situationen?
- Wie läuft es mit Hausaufgaben, Abendritualen oder besonderen Regeln in eurer Familie?
- Hat der Babysitter ein Problem damit, auch mal kurzfristig einzuspringen?
Eine kleine Probezeit vereinbaren
Niemand muss sich nach einem Treffen festlegen. Vielleicht vereinbarst du eine kurze Probestunde, bei der du noch dabei bist, oder lässt den Babysitter das Kind mal 30 Minuten lang alleine betreuen, während du in einem anderen Raum bist. So bekommt ihr beide ein Gefühl dafür, ob es passt.
Was kostet ein Babysitter?
Die große Frage: Was zahlt man eigentlich einem Babysitter? Die Antwort ist – wie so oft – es kommt drauf an.
Hier ein Überblick, was einen fairen Preis ausmacht und worauf du achten solltest:
Durchschnittliche Stundensätze
Babysitter verdienen in Deutschland meist zwischen 8 und 15 Euro pro Stunde. In großen Städten wie Berlin oder München kann es auch mal mehr sein, während es in kleineren Orten oft etwas günstiger ist.
Welche Faktoren den Preis beeinflussen
- Alter und Erfahrung: Ein 14-jähriger Schüler, der gelegentlich aufpasst, wird weniger verlangen als eine ausgebildete Erzieherin mit zehn Jahren Erfahrung.
- Anzahl der Kinder: Zwei oder drei Kinder gleichzeitig zu betreuen, ist natürlich mehr Arbeit – und sollte auch entsprechend bezahlt werden.
- Aufgaben: Wenn der Babysitter nicht nur aufpasst, sondern auch kocht, Hausaufgaben macht oder das Kind zu Hobbys fährt, kann das den Preis erhöhen.
- Uhrzeit und Wochentage: Spätabends, am Wochenende oder an Feiertagen wird oft ein höherer Stundensatz verlangt.
Wie du einen fairen Preis aushandelst
- Frage den Babysitter direkt, welchen Stundenlohn er oder sie sich vorstellt.
- Überlege dir, ob du für bestimmte Aufgaben einen Bonus zahlst (z. B. 2 Euro mehr pro Stunde, wenn der Babysitter auch Abendessen macht).
- Manche Eltern runden den Betrag auf oder geben ein kleines Extra, wenn der Babysitter spontan einspringt.
Bezahlen in bar oder über Mini-Job?
Wenn du den Babysitter regelmäßig beschäftigst (z. B. einmal pro Woche), kann es sein, dass du ihn offiziell anmelden musst. Das geht über die Minijob-Zentrale, wo du einen Babysitter als Haushaltshilfe anmelden kannst. Der Vorteil: Versicherungsschutz und mehr Transparenz für beide Seiten.
Wo hast Du einen Babysitter gefunden und war es schwer?
Jeder, der schon mal einen Babysitter gesucht hat, weiß: Es kann ganz schön herausfordernd sein, die richtige Person zu finden. Manche Eltern haben Glück und finden schnell jemanden über Freunde oder die Familie. Andere suchen wochenlang auf Plattformen wie Betreut.de, über Aushänge in Kitas oder Nachbarschaftsgruppen.
Besonders in kleineren Städten oder Dörfern kann es schwieriger sein, weil es einfach weniger Babysitter gibt. Und dann ist da noch die große Frage: Passt die Person wirklich? Erfahrung, Sympathie und Vertrauen spielen eine riesige Rolle. Wie war es bei dir – hast du schnell jemanden gefunden oder war es eher eine nervenaufreibende Suche? 😊
